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Gärten wollen ausschlafen

Das übliche Gartenjahr hält viele wiederkehrende Arbeiten bereit, vom „Winterfein-Machen“ im Herbst bis zum sogenannten Frühjahrsputz. Vieles davon ist für die Artenvielfalt keine gute Idee.
Gärten sind besondere Orte, ein Zwischending von Wildnis und Wohnzimmer. Trotz Besitzurkunde oder Pachtvertrag haben wir Menschen diese Stückchen Land von der Natur nur geliehen. So sollten wir sie auch behandeln. Denn wir teilen uns diesen Platz mit ganz vielen Tieren, Pflanzen und Pilzen, für die es ihr überlebenswichtiger Lebensraum ist.
Über den – aus der Sicht eines Rotkehlchens, eines Laufkäfers, einer Spitzmaus – regelmäßige Katastrophen hereinbrechen: Angefeuert durch Arbeitskalender in Gartenzeitschriften und Handlungsaufrufe auf Social Media startet die Garten-Community schon mit den ersten Strahlen der Januarsonne: Gräser schneiden, Laub aus den Beeten holen, die Stauden schön machen, Leimringe anbringen.

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